Es war einmal ein Jäger, der wollte glücklich sein. Aber er hatte das Glück nicht richtig verstanden. Also legte er leckere Frikadellen als Köder aus, um ein Kaninchen zu fangen. Du kannst dir vorstellen, was passiert ist – der Jäger konnte lange warten, das Glück hoppelte vorbei.

Wenn du auch manchmal das Gefühl hast, dass das Glück an dir vorbei hoppelt, wird es Zeit, dass wir uns zusammen ein paar Gedanken darüber machen, was Glück überhaupt bedeutet, damit du den richtigen Köder auslegen kannst, um es zu fangen.

Jeder Mensch möchte glücklich sein, oder? Bestimmt! Das Problem ist nur: Glück ist ein sehr individuelles Gefühl, jeder empfindet es anders. Und wenn du nicht weißt, was Glück für dich ganz persönlich bedeutet, dann kannst du es auch nicht finden.

Denn wenn du dein ganz individuelles Glücksgefühl nicht genau benennen kannst, kannst du das schönste aller Gefühle auch nicht empfinden, weil du es nicht erkennst. Vielen Menschen geht es genau so, weil wir nie gelernt haben uns zu fragen, welchen Glück wir aus uns heraus fühlen und welches wir fühlen sollen.

Lerne, wie du dein Glücksgefühl ganz genau benennen kannst

 

Wir sollen Glück fühlen?

Hast du richtig gelesen? Wenn wir es sogar fühlen sollen, wieso sind dann so viele Menschen unglücklich?

Du gehst durch die Stadt und siehst dich um. Überall siehst du frustrierte, verbitterte Gesichter. Eltern schimpfen mit den Kindern, die sie doch eigentlich lieben, Paare gehen sich gereizt auf die Nerven, Jungs schubsen ihre besten Freunde, Chefs meckern die Mitarbeiter an, die sie motivieren wollen. Überall scheinen negative Gefühle zu sein, mit denen sich niemand wohlfühlt.

Der Ausweg aus der ganzen Frustration wird uns an jeder Ecke angeboten: Einkaufen! Die Wirtschaft und die Werbung suggerieren uns täglich, was wir tun müssen, um „glücklich“ zu werden. Wir müssen uns was gönnen, uns schöne Dinge kaufen! Aber die Freude hält oft nicht länger an, als wir brauchen, um die Einkaufstüten nach Hause zu tragen.

Weil die Freude nicht von innen kommt, denn wahres Glück kann man nicht kaufen. Du findest es ganz woanders, denn echtes Glück kommt immer aus dir selbst – weil du Dinge tust, die dich glücklich machen!

 

Der erste Schritt zum Glück: Frage dich, welches Glück zu dir gehört!

Na, jedes natürlich! Stopp! Wenn das so einfach wäre, würdest du ja von morgens bis abends vor Glück nur so sprudeln. Und trotzdem tust du es nicht. Woran liegt das?

Wir alle werden von klein auf darauf programmiert, was wir als Glück zu empfinden haben. Wir müssen Karriere machen, den Partner fürs Leben finden, ein Haus bauen – viele Menschen jagen das Glück tatsächlich wie ein hoppelndes Kaninchen, weil sie denken, dass es kommen wird, wenn sie diese und jene Punkte auf der „Glücksliste“ abgearbeitet haben.

Dadurch wird das Glück immer weiter nach hinten geschoben. Wenn wir erst mal die Beförderung haben, wenn wir uns endlich den Traumurlaub leisten können, wenn wir endlich unsere große Liebe finden, dann werden wir auch glücklich sein. Später.

Arbeitest du zum Beispiel darauf hin, endlich mal in die Karibik zu fliegen, um den ganzen Tag in der Hängematte zu liegen? Was hindert dich daran, dich sofort in die Hängematte zu legen? Hier und jetzt?

 

Der zweite Schritt zum Glück: Mache Komplimente!

Wieso solltest du Komplimente machen? Dann werden ja höchstens die anderen glücklich! Aber die Antwort ist ganz einfach.

Wir sind alle daran gewöhnt, uns auf negative Dinge zu fokussieren. Dass wir einen Fleck auf dem schönen Pullover haben, fällt uns sofort auf. Dass wir überhaupt einen schönen Pullover haben, merken wir kaum. Weil wir immer nur auf die Flecken im Leben achten!

Aber wenn Du anfängst, anderen Menschen Komplimente zu machen, ändert sich dein Fokus. Du fängst gezielt an, nach schönen und positiven Dingen Ausschau zu halten und dadurch trainierst du, in eine andere Richtung zu denken.

Sag doch einfach mal Deiner Oma, dass dir immer ganz warm wird, wenn sie dir ihr schönes Lächeln zeigt. Dadurch verändert sich die Frequenz, auf der du sendest. Du selbst denkst nicht mehr: »Ach, meine arme Oma ist auch nicht mehr so fit wie früher!«, und sie wird sich so freuen, dass sie dir in Zukunft ihr Lächeln ganz bewusst schenkt, weil sie jetzt weiß, dass es dich glücklich macht!

 

Der dritte Schritt zum Glück: Ändere deine Kommunikation!

Hast Du schon einmal von gewaltfreier Kommunikation gehört? Die gewaltfreie Kommunikation, kurz GFK genannt, wurde von Marshall Rosenberg ins Leben gerufen und ermöglicht uns Menschen, in unseren Beziehungen mehr Vertrauen zu entwickeln. Die Freude am Miteinander und die Wertschätzung des einzelnen Individuums stehen dabei im Vordergrund. Und gewaltfreie Kommunikation beginnt immer bei der Kommunikation mit dir selbst!

Wir sind alle daran gewöhnt, Dinge zu bewerten. Wenn du zum Beispiel müde bist, bist du müde. Du hast eben das natürliche Bedürfnis, dich mal richtig auszuschlafen. Sofort fängst du an, dein Bedürfnis zu bewerten. Eigentlich hast du gar keine Zeit zum Schlafen, du faule Socke! Du müsstest für die Prüfung lernen, den Rasen mähen und dann bist du auch noch bei den Nachbarn auf einen Geburtstag eingeladen, zu dem du eigentlich gar nicht hingehen willst!

Dein Bedürfnis nach Ruhe ist also schlecht, oder? Nein, ist es nicht! Du machst es erst dadurch schlecht, dass du es wertest. Hör auf, dich selbst zu bewerten (und andere), und du wirst merken, dass du herrliche Momente ruhigen Glücks verspürst!

 

Der vierte Schritt ins Glück: Sage »Nein!«, aber auf die richtige Art!

Wo wir gerade von Einladungen reden, auf die wir gar keine Lust haben: Wir alle haben so „Glücksbremsen“ im Alltag, die wir abarbeiten müssen. Aber wie viele davon müssen wir wirklich wahrnehmen?

Vieles machen wir einfach gegen unseren Willen, weil wir nie gelernt haben, richtig „Nein“ zu sagen – und zwar so, dass es niemanden verletzt. Grenzen zu zeigen ist immer eine kniffelige Sache, wir wollen ja niemanden enttäuschen. Wenn du nichts ablehnen oder absagen kannst, ist das aber ein Zeichen dafür, dass die Bedürfnisse der anderen für dich wichtiger sind als deine eigenen.

Tief darunter verborgen liegt aber dein eigenes Bedürfnis, gemocht und belohnt zu werden. Nimm doch einfach mal die Abkürzung und zeige dir, dass du dich selbst magst!

Du möchtest eine Einladung nicht annehmen oder einem anderen Menschen gerade keinen Gefallen tun, weil du etwas ganz anderes machen wolltest?

Vielleicht möchte dein Partner unbedingt mal wieder mit dir ins Kino, aber du willst gern in Ruhe lesen? Wenn du dich jetzt mit ins Kino quälst, habt Ihr beide nichts davon, weil du die ganze Zeit ein langes Gesicht machst. Versuche doch einfach mal, ganz offen zu sagen, dass du dich den ganzen Tag darauf gefreut hast, den Abend mit deinem Buch zu verbringen und das jetzt für dich tust, weil du die Entspannung brauchst, damit du dich auf den nächsten Kino-Abend wieder richtig freuen kannst.

Sage liebevoll, aber bestimmt, dass deine Ablehnung sich nicht gegen deinen Partner richtet, sondern, dass du das für dich tust. Vielleicht entwickelt sich daraus ein intensives Gespräch voller Glücksmomente?

 

Fazit: Bleibe bei dir und das Glück kommt!

Du siehst: Glück ist eine sehr individuelle Sache, aber du kannst es jederzeit und sofort haben, wenn du es zulässt. Fokussiere dich auf die Dinge, die dich ganz persönlich glücklich machen und bringe dir selbst die Wertschätzung entgegen, dich für dein Glück einzusetzen. Dann musst du auch nicht bis zur Rente warten, um es zu bekommen!

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