Meditation lernen - die richtige Sitzhaltung


Wie du die richtige Sitzhaltung findest

Bevor ich zu meditieren begann, habe ich mir oft die Frage gestellt, ob es wohl eine Rolle spielt, wie ich sitze oder liege. Macht es einen Unterschied, ob ich nun aufrecht sitze oder mich einfach asgestreckt auf’s Sofa lege?

Beim Meditieren kommt es doch auf den Geist an, weniger auf den Körper, oder?

Nun, eines gleich vorweg: mache deine eigenen Erfahrungen! Denn ein eindeutiges “richtig” oder “falsch” gibt es in der Meditation nicht.

Mit Meditation wird oftmals der Lotussitz in Verbindung gebracht. Eine Art Schneidersitz, bei dem die Füße allerding oberhab der Schenkel liegen. Klinkt ziemlich verkrampft, muss auch nicht unbedingt sein 🙂

Denn in erster Linie solltest du dich wohlfühlen. Finde die Position, in der du ungestört mehrere Minuten aushalten kannst, ohne dabei Schmerzen oder Druck zu empfinden.

Deine Meditationshaltung sollte “sthira sukha” sein, was soviel bedeutet wie “stabil”, “fest”, “leicht” und “glücklich”.

Für mich persönlich ist die richtige Sitzhaltung eine aufrechte und angenehme. Mach dir selbst nicht zuviel Druck, gleich zu Beginn machen wir oft den Fehler und konzentrieren uns eindeutig zuviel auf das “Wie”. Schnell schleicht sich eine Art “Unwohlsein” ein, eine gewisse innere Unruhe. Es zwickt und juckt und man möchte einfach gerne eine andere Position einnehmen.

Das ist völlig normal und legt sich erst mit der Zeit. Hier hilft nur experimentieren. Aber lass dir dadurch nicht gleich die Lust am Meditieren nehmen.

Ich nutze diesen Meditationsstuhl. Er hat eine Rückenlehne und erleichtert mir ungemein die richtige Haltung. Meine Beine sind im Schneidersitz, manchmal unterlege ich die Knie noch mit einem zusätlichen Kissen zur Entlastung (falls ich mal etwas länger meditieren möchte).

Stelle dir - während du sitzt - vor, wie du mit Himmel und Erde verbunden bist: geerdet bist du physisch, in der Sitzhaltung in direktem Kontakt mit dem Boden. Der Himmel dagegen berührt dich eher spirituell durch deinen offenen Geist. Wenn du deine Augen geschlossen hälst, dein Herz in der Mitte deiner Brust ganz bewusst öffnest für all das Gute, für das Leben, für die Kraft … dann spürst du irgendwann die direkte Verbindung zum Himmel.

Und genau dazwischen, zwischen Himmel und Erde, fließt die Energie. Wenn du so willst also von oben in deinen Kopf, durch deinen gesamten Körper bis hinunter in den Boden.

Und hier kommt die korrekte Sitzhaltung mit aufrechtem Rücken ins Spiel: stell dir vor, wie die Energie fließt. Kann sie locker und ohne Hindernisse fließen? Ohne Anstrengung? Dann, ja genau dann, sitzt du genau richtig.

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