Meditation lernen - einfach meditieren!

Was passiert da?
13 gute Gründe
Sitzhaltung
Meditationskurs

Hinsetzen, meditieren!

Eines gleich vorweg: meditieren ist leichter als du denkst. Lass folgende Bedenken einfach mal beiseite: was muss ich alles beachten, an was darf ich denken, wie muss ich sitzen, oder sollte ich besser doch liegen? Musik im Hintergrund? Keine Musik? Wie muss ich atmen, welches Gefühl sollte sich einstellen und so weiter ...

Viel wichtiger: einfach mal beginnen. Und schauen was passiert.

Nimm dir ein bisschen Zeit (10 Minuten reichen anfangs vollkommen aus), suche dir ein ruhiges Plätzchen (aber wirklich ruhig, am besten Türe zu und nichts zulassen, was dich stören könnte), setze dich bequem hin (entweder auf einem Meditationsstuhl, einen ganz normalen Stuhl oder einfach auf den Boden) und schließe deine Augen.

Fertig.

Sieh zu, dass du vor allen Dingen bequem sitzt, so dass du die nächsten Minuten problemlos aushalten kannst. Für den Anfang reicht ein ganz normaler Stuhl. Er erlaubt dir, eine bequeme Position einzunehmen, in der du längere Zeit verweilen kannst. Wenn du magst, kannst du dich aber auch auf ein Kissen setzen. Versuche, deinen Rücken möglichst gerade zu halten, dein Kopf ist ein wenig gesenkt (das Kinn darf leicht Richtung Brust gehen).

Stelle dir vor, wie dein Körper an einem unsichtbaren Faden leicht nach oben gezogen wird.

Schließe dann deine Augen und nimm einige tiefe Atemzüge. Lass dabei alles los, was dich irgendwie noch beschäftigt. Dann atmest du ganz normal ein und aus, aber bewusst. Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem. Wie er durch die Nase rein- und wieder rausfließt ...

Ich persönlich stelle mir die Atemluft wie eine Art "Energie" vor, die ich voll und ganz einatme und wieder ausatme. Diese Energie darf sich dann in meinem ganzen Körper ausbreiten und jede Zelle mit all dem Guten versorgen, was sie gerade braucht.

Stuhl, Kissen oder Boden?

Ich empfehle die Sitzhaltung. Sicherlich gibt es auch Meditationen im Stehen, Gehen oder Liegen. Für die klassische Meditation aber empfiehlt sich das Sitzen. Idealerweise im Schneidersitz.

Wenn du liegst und deine Gedanken loslässt, kann es leicht passieren, dass du einschläfst. Nimm von daher eine aufrechte Sitzposition ein. Wenn dir der Schneidersitz Probleme macht, strecke deine Beine oder winkle sie an.

Ich habe mich für einen bequemen Meditationsstuhl entschieden. Für mich persönlich war die Rückenlehne wichtig.

Meine ersten Meditationsversuche habe ich sitzend auf dem Boden vollzogen, im Schneidersitz und ohne irgendwelche Hilfsmittel. Schnell merkte ich, dass diese Haltung für meinen (weniger trainierten) Rücken nach einigen Minuten zur Qual wurde.

Beim Meditieren ist es aber wichtig, bequem und ohne Schmerzen oder Beschwerden sitzen zu können. Zudem ist der Stuhl extrem leicht und schnell von A nach B transportiert.

Einen solchen Meditationsstuhl findest du zum Beispiel bei Amazon.

Worauf kommt es beim Meditieren an?

Den ganzen Tag über schwirren Gedanken durch unseren Kopf. Wenn wir morgens aufwachen, denken wir binnen wenigen Sekunden über den Tag nach: was wir zu erledigen haben, was ansteht, was uns auf der Arbeit erwartet, auf wen wir treffen, ...

Und das hält den ganzen Tag über an! Destruktive Gedanken ziehen uns runter. Denn auf was der Mensch sich fokussiert, erschafft er. Wenn deine Gedankenwelt immer wieder von negativen Gedanken beherrscht wirst, ziehst du negative Erfahrungen in dein Leben. Damit einhergehend Trägheit, Unzufriedenheit, Krankheit, Gereiztheit, Groll, Depression.

All deine Gedanken erzeugen innere Gefühle. Und Gefühle wirken sich auf deinen Organismus aus.

Es wird Zeit zu entschleunigen!

In der Meditation geht es darum, all das erst einmal loszulassen. Gedanken können wir nicht abstellen, sie sind immer da. Aber wir können uns bewusst entscheiden, wie wir mit ihnen umgehen.

Stell dir dein Bewusstsein als inneren Beobachter vor. Du BIST nicht deine Gedanken, du BEOBACHTEST sie nur.

Sie sind da, ja. Aber identifiziere dich nicht mit ihnen. Lass sie einfach da sein, ohne dich von ihnen einnehmen zu lassen. Wenn ein Gedanke auftaucht sag dir "oh, da ist ein Gedanke. Gut so". Nicht mehr und nicht weniger.

Und darauf kommt es in der Meditation an: Gedanken als solche zu erkennen und sie zu beobachten.

Mir hilft es, wenn ich mir meine Gedanken wie Wolken am Himmel betrachte. Ich sitze da unten in sicherer Entfernung und sehe, wie die Wolken an mir vorüberziehen. Sie kommen und gehen. Aber ich identifiziere mich nicht mit ihnen. Ich lass sie nicht über mich bestimmen. Sie nehmen mich nicht ein.

Ich beobachte. Sage mir "ok, da ist ein Gedanke". Ohne näher auf ihn einzugehen, zieht er weiter. Mit der Zeit wirst du Übung darin bekommen und du schweifst immer seltener ab. Wenn du trotzdem merkst, dass du in einem Gedanken versunken bist (und das passiert zu Beginn noch sehr sehr oft), komme zurück zu deinem Bewusstsein und sehe dich als Beobachter.

Konzentriere dich auf deinen Atem. Spüre, wie du ein- und ausatmest. Beobachte deinen Atem. Wie die Luft an deiner Nasenspitze zirkuliert. Das hilft dir dabei, bei dir zu bleiben.

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Wozu meditieren?

Für mich ist Meditation zum festen Bestandteil meines Alltags geworden. Meditation ist keine 5-Minuten-Sache, kein Hobby und auch keine Aktivität, die ich mal eben nebenher so mache. Meditation ist viel mehr eine Lebensweise, die in all das übergeht, was ich tue.

Weil ich überzeugt bin vom Leben, von den Fähigkeiten die in uns stecken und von der Tatsache, dass wir im Inneren all das finden, wonach wir suchen. Meditation ist für mich eine klare Einstellung zum Leben.

Während der Meditation bin ich geerdet, öffne mein Herz und meinen Geist und lasse alle Energien fließen. Alles was da ist darf da sein. Ob gut oder schlecht, alles was jetzt da ist nun mal da und möchte auch so gefühlt werden.

In unserer Gesellschaft neigen wir dazu, Dinge zu verdrängen. Wenn uns etwas nicht gut tut, wir dieses Gefühl als Schmerz empfinden, liegt es in der Natur der Dinge, es zu verdrängen. Wir möchten es nicht wahrhaben.

Für mich gilt: etwas zu verdrängen ist keine Lösung. So kann die Situation weder verbessert, noch geheilt werden. Man verlagert viel mehr ein Problem auf später. Denn irgendwann wird es dich wieder einholen, so lange es ein Bestandteil von dir ist.

Welchen Zustand sollte ich erreichen / Wie fühlt es sich an, wenn ich richtig meditiere?

Ganz ehrlich? Der Zustand während der Meditation lässt sich nur schwer erklären. Ich denke auch, dass er sehr individuell ist und von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein kann.

Es geht darum, deine Gedanken zur Ruhe zu bringen bzw. ihnen als Beobachter wie Wolken am Himmel zuzusehen, ohne sie zu bewerten, ohne dass sie Einfluss auf dich und den Moment haben.

Ich kann daher nur für mich sprechen und versuchen zu erklären was ich spüre: zunächst einmal eine große Stille.

Zu Beginn erkenne ich noch sehr viele Gedanken, nach einigen Minuten lassen sie nach und es werden weniger. Indem ich mich auf den Atem fokussiere und versuche mit der Aufmerksamkeit "aus dem Kopf" zu gehen.

In manchen Sitzungen mache ich wundervolle Erfahrungen. So kommt es vor, dass mich ein Gefühl von Glück oder Geborgenheit, Sicherheit oder auch Glückseligkeit überkommt. Das macht sich im Außen durch eine Gänsehaut bemerkbar. Im Inneren fühlt es sich einfach nur unfassbar gut an, teilweise kribbelt es oder es wird leicht warm. Auch könnte ich sagen, dass es wie ein warmer Energiefluss durch den ganzen Körper fließt.

Das kann mitunter so glücklich machen, dass einem die Tränen kommen. Wenn dir das passiert, lass sie fließen. Genieße einfach diesen wundersamen Moment.

Uns wurde als Kind schon immer beigebracht, dass man nicht weinen soll. Vor allen Dingen in der Gegenwart anderer Leute ist es den meisten Eltern peinlich oder unangebracht, wenn das Kind weint. Das kennt wohl jeder und dieses Muster haben wir (leider) tief in uns eingeprägt. Noch heute ist es den meisten Erwachsenen höchst unangenehm zu weinen.

Dabei sehe ich Tränen als etwas wunderbares an: sie reinigen das Auge, so dass du schon bald eine bessere/klarere Sicht auf die Dinge hast. Tränen sind heilsam. Wenn eine Energie in uns so stark vorhanden ist, läuft sie im wahrsten Sinne über. Sie tritt sie förmlich aus dem Körper aus, oftmals in Form von Tränen.

Halte deine Tränen niemals zurück. Lass sie fließen. Sie sind nicht immer ein Zeichen von Trauer, Niedergeschlagenheit oder Unglück. Tränen können aus purer Freude fließen!

Wo kann ich meditieren?

Na überall 🙂 Ob draußen in der Natur oder drinnen in deinem Wohnzimmer. Meditation geht immer und überall!

Folge einfach deiner Intuition. Für den Anfang ist es sicherlich einfacher, wenn du dich an einen Ort setzt, an dem du völlig ungestört bist. Das kann dein Wohn- oder Schlafzimmer sein oder jedes andere Zimmer deiner Wohnung.

Ich habe mir mit der Zeit meine persönliche Oase erschaffen. Mit einigen Deko-Artikeln, Kerzen und Bildern habe ich mir ein leerstehendes Zimmer als Medi-Raum eingerichtet.

Hier einige Impressionen meines Medi-Raumes:

Meditation Mastery

Im Internet gibt es eine Vielzahl an Kursen über Meditation und wie man es lernen kann. Selbst auf kostenlosen Portalen wie YouTube findest du tolle Inspirationen.

Einen Kurs möchte ich dir aber persönlich empfehlen: Meditation Mastery

Hierbei handelt es ich wirklich um ein allumfassendes Programm, welches dir bis ins Detail dabei hilft, Meditation zu verstehen, zu erlernen und täglich zu praktizieren. Neben Mentoren wurden auch die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse direkt in das Programm integriert.

Ich persönlich kenne zur Zeit keinen besseren Kurs zum Thema. Aber entscheide selbst. Hier findest du weitere Infos:

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