Meditation lernen - 13 gute Gründe


Meditieren? Ja wozu eigentlich?

In der heutigen, schnelllebigen Welt fällt es oftmals schwer, zur Ruhe zu kommen. An jeder Ecke lauern neue Herausforderungen und sich einige Minuten hinzusetzen, um mit geschlossenen Augen und voller Konzentration auf sein Innerstes zu hören, mag vielen (und vielleicht auch dir) so als Zeitverschwendung erscheinen. Bisweilen wird die Meditation sogar als Esoterik abgestempelt.

Tatsächlich aber kann das Meditieren zahlreiche positive Wirkungen haben: Du baust Stress ab, verbesserst deine Konzentrationsfähigkeit und steigerst deine Energie und Kraft im Alltag.

Immer mehr Menschen entdecken die Vorteile der Meditation. Es handelt sich dabei um ein Training für deinen Geist und deine Gedanken. Ziel ist es, diese besser kontrollieren zu können und den Alltag sowie das Berufsleben mit einem gestärkten Bewusstsein anzugehen.

Vielleicht möchtest du die Technik aber auch nutzen, um deine Schlafgewohnheiten zu verbessern oder deine Selbstdisziplin zu steigern. Wie du siehst, die Möglichkeiten und Nutzen der Meditation sind vielfältig.

Hier sind nur einige der größten Vorteile, die dir das Meditieren bringen kann:

1. Stress abbauen

Viele Menschen beginnen sich für Meditation zu interessieren, weil sie in ihrem Alltag gestresst sind und ein Ventil benötigen.

Vielleicht bist auch du aus diesem Grund auf die Methode aufmerksam geworden.

Studien belegen, dass die Meditation tatsächlich einen effektiven Stressabbau ermöglicht.

Stress macht sich im Körper durch einen erhöhten Cortisolspiegel bemerkbar. Dieses Stresshormon kann zu Schlafstörungen, Depressionen oder hohem Blutdruck führen. Außerdem setzt es Zytokine frei, also entzündungsfördernde Chemikalien.

Mit der sogenannten Achtsamkeitsmeditation linderst du diese Entzündungsreaktionen nachweislich.

Besonders effektiv ist der Stressabbau durch Meditation interessanterweise bei Personen, die besonders großem Stress ausgesetzt sind.

Der Körper entspannt sich und schüttet Glückshormone aus, wodurch gleichzeitig der Cortisolspiegel gesenkt wird.

2. Angstzustände kontrollieren

Mit der Meditation trainierst du die Kontrolle über deine Gedanken und deinen Geist.

Wenn du mehr mit dir im Einklang bist, kannst du auch Phobien, soziale Ängste, zwanghaftes Verhalten und Panikattacken besser im Zaum halten.

Natürlich ist die Meditation kein Wundermittel gegen sämtliche psychische Probleme, praktizierst du sie aber regelmäßig, reduziert sich das Ausmaß deiner Angstzustände und weicht einer inneren Ruhe.

3. Emotional heilen

Befindest du dich mit dir selbst auf geistiger Ebene im Einklang, verbessert sich auch dein Selbstbild. Vielleicht führt die Meditation auf lange Sicht sogar zu einer positiveren Lebenseinstellung.

Studien zeigen, dass regelmäßiges Meditieren Depressionsgefühle vermindern, indem es jene Gehirnregionen trainiert, die mit positivem und optimistischem Denken in Zusammenhang stehen.

4. Die Selbstwahrnehmung verbessern

Die Meditation schult dein Bewusstsein. So entwickelst du ein besseres Verständnis deiner Selbst und erforschst, was dich ausmacht.

Wer einmal weiß, wer und was er ist, kann sein bestes Selbst auch viel einfacher verwirklichen.

Außerdem erkennst du nach und nach gedankliche Muster, die in negativen oder gar selbstzerstörerischen Gefühlen gipfeln. Dank der Meditation identifizierst du diese Abläufe präzise und kannst ihnen mit positiven Gedanken entgegensteuern.

Dies steigert das Selbstwertgefühl, verringert die empfundene Einsamkeit sowie Isolation und trainiert dich darin, Probleme kreativ zu lösen.

5. Deine Aufmerksamkeitsfähigkeit trainieren

Beim Meditieren ist volle Konzentration unerlässlich. Du kannst es dir quasi wie mentales Gewichtheben vorstellen. Durch stetiges Training steigerst du deine Aufmerksamkeitsspanne und den Fokus auf einzelne Gedanken, wie bei herkömmlichem Kraft- und Ausdauersport.

Mehreren Studien zufolge vermögen es Personalverantwortliche, die regelmäßig meditieren, sich länger auf bestimmte Aufgaben zu konzentrieren als jene, die keine Meditation praktizieren.

Zudem schult die Meditation dein Gedächtnis: Wer regelmäßig meditiert, erinnert sich an mehr Details als Nichtpraktizierender.

Das Beste daran: Positive Effekte stellen sich schon nach wenigen Tagen ein. So lässt sich bereits nach etwa einer Woche der Meditation eine längere Aufmerksamkeitsspanne feststellen.

6. Geist und Gehirn frisch halten

Wenn du regelmäßig meditierst, bewahrst du einen klaren Kopf und forderst dein Gehirn täglich. So bleibt es jung und leistungsfähig.

Indem du deine Gedanken kontrollierst und fokussierst, schulst du deinen Geist für Gedächtnisaufgaben und steigerst deine Denkleistung.

Das Training beugt dem altersbedingten Gedächtnisverlust vor und kann selbst bei Demenzkranken zu leichten Verbesserungen des Gedächtnisses führen.

7. Deine Glücksgefühle fördern

Bestimmte Arten der Meditation lösen positive Gefühle aus und lassen dich bei Interaktionen mit anderen Menschen glücklicher auftreten.

Zentraler Bestandteil der sogenannten Metta-Meditation ist es, sich selbst gegenüber immer wieder Gedanken mit positiver Botschaft zu wiederholen.

Daraus kann dann eine freundliche und wohlwollende Haltung gegenüber der Umwelt erfolgen.

Praktizierst du die Metta-Meditation regelmäßig, strahlst du positive Energie aus und trittst deinen Mitmenschen fröhlicher beziehungsweise freundlicher gegenüber.

8. Meditation zur Suchtbekämpfung

Meditation ist nicht zuletzt ein Training für deinen Geist und dein Gehirn. Somit erfordert es große Selbstdisziplin, fördert ebendiese auch gleichzeitig.

Mit verbesserter Selbstkontrolle gelingt es dir einfacher, die Muster der Abhängigkeit zu erkennen und diese letztendlich zu durchbrechen.

Vielleicht wirst du dir sogar über die genauen Auslöser der Sucht bewusst, sogenannte Trigger. Du kannst deine Gedanken unter Kontrolle halten, sie verändern und lässt dich so von der Sucht nicht ködern.

Das regelmäßige Training steigert deine Disziplin und Willenskraft, sodass du Verführungen und Ablenkungen leichter widerstehen kannst.

Für gewöhnlich verfällt man in die Verhaltensmuster der Sucht, wenn man bestimmten Impulsen nachgibt und oftmals auch, um negativen Emotionen aus dem Weg zu gehen.

Dementsprechend hilft dir die Meditation dabei, lernst du durch sie doch, deine Gedanken ins Positive zu verkehren.

9. Dein Schlafverhalten verbessern

Viele Menschen haben mit Schlafstörungen oder gar Schlaflosigkeit zu kämpfen – vielleicht bist auch du einer von ihnen.

Besonders das Einschlafen bereitet Probleme, zu stark kreisen die Gedanken umher und rauben dir die Ruhe.

Genau da setzt die Meditation an. Wenn du dein Gehirn darauf trainiert hast, auch mal abzuschalten, schläfst du viel leichter ein und dann auch tiefer durch.

Studien belegen diese Theorie und konnten außerdem herausfinden, dass einige Minuten der Meditation vor dem Schlafengehen den Körper entspannen. Löst du diese Verspannungen, schläfst du schneller ein und fühlst dich am nächsten Morgen frischer.

10. Schmerzen lindern

Deine Schmerzwahrnehmung ist eng an deinen Gemütszustand gekoppelt. So empfindest du in Stresssituationen stärkere Schmerzen.

Wenn du aber meditierst, schulst du jene Gehirnregionen, die für die Schmerzkontrolle verantwortlich sind.

Studien belegen, dass die Schmerzempfindlichkeit schon mit wenigen Tagen der Achtsamkeitsmeditation herabgesetzt werden kann.

Diese Effekte gelten sowohl für kurzzeitige als auch chronische Schmerzen und selbst terminalen Erkrankungen.

Wenn du erkennst, dass körperliche Schmerzen einen mentalen Ursprung haben und durch blockierte Energien verursacht werden, kannst du letztere dank der Meditation wieder frei fließen lassen und den Schmerz lindern beziehungsweise ganz auslöschen.

11. Den Blutdruck senken

Meditation wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf deine körperliche Gesundheit aus.

Wenn sich dein Körper in einem entspannten Zustand befindet, sinkt auch die Belastung, derer sich dein Herz ausgesetzt sieht.

Dies beugt hohem Blutdruck vor, da du dein Herz nicht mehr so hart arbeiten muss, um deinen Körper mit Blut zu versorgen.

Bluthochdruck nämlich verschlechtert auf lange Sicht die Herzfunktion und trägt zu Atherosklerose beziehungsweise einer Verengung der Arterien bei. In den schlimmsten Fällen führen diese zu Herzinfarkten und Schlaganfällen.

Studien zeigen, dass regelmäßige Meditation den Blutdruck senkt, nicht nur während des Meditierens selbst, sondern nach und nach auch allgemein.

12. Mehr Einfühlungsvermögen

Wer ein gutes Gespür dafür hat, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, pflegt für gewöhnlich intensivere zwischenmenschliche Beziehungen und kann meist auch mit den eigenen Gefühlen besser umgehen.

Die Auswirkungen der Meditation auf das Einfühlsvermögen wurden im Rahmen einer interessanten Studie erforscht: Acht Wochen lang hatten die Teilnehmer Zeit, täglich zu meditieren.

Beim abschließenden Experiment dann wurde ein Schauspieler präsentiert, der starke Schmerzen simulierte und auf die Hilfe der Probanden angewiesen war. Gleichzeitig setzen die Forscher drei weitere Schauspieler auf Stühle im Raum und ließen sie gedankenverloren andere Dinge tun, sodass der Patient ignoriert wurde.

Ziel des Experiments war es herauszufinden, ob die meditierenden Testpersonen dem Kranken helfen würden, obwohl andere Umstehende im keine Beachtung schenkten.

Und tatsächlich: In der Gruppe der Testpersonen, die nicht meditiert hatten, halfen nur 15 Prozent dem Patienten.

In der Meditations-Testgruppe hingegen schritten sage und schreibe 50 Prozent aller Teilnehmer ein, um dem Schauspieler zu helfen.

13. Meditation überall

Meditation ist nicht nur wirkungsvoll, sondern auch einfach zu erlernen. Noch dazu benötigst du keinerlei Hilfsmittel und kannst praktisch überall meditieren, solange du dir ein ruhiges Umfeld schaffst.

Fazit

Mithilfe regelmäßigen Meditierens kann jedermann sowohl seine körperliche als auch seine geistige Gesundheit verbessern – auch du!

Du kannst jederzeit und an jedem erdenklichen Ort meditieren. Alles, was du dafür brauchst, ist wenige Minuten Zeit und ein ungestörtes Setting.

Der Einstieg in dieses positive Hobby ist denkbar einfach und kostengünstig, schließlich musst du keinen teuren Unterricht nehmen und auch keine aufwendige Ausrüstung kaufen.

Im Internet gibt es eine Menge an Artikeln und Tutorials, die dich bei deinen ersten Schritten an die Hand nehmen.

Darüber hinaus ist das Feld der Meditation derart vielfältig, dass sicher auch etwas für dich dabei sein wird. Die verschiedenen Meditations-Stile bringen wiederum ganz eigene Vorteile mit sich und richten sich an ein spezielles Publikum.

Dir ist unbedingt zu raten, die Meditation in deine tägliche Morgenroutine einzubauen, damit du voller Energie in den Tag starten kannst.

Falls du unter Schlafschwierigkeiten leidest, lohnt es sich ebenso, stets vor dem Schlafengehen einige Minuten meditierend zu verbringen.

Mit geringem Aufwand wird die Meditation so zu einer täglichen Gewohnheit und einem unerlässlichen Bestandteil deines Alltags.

Schon nach wenigen Tagen wirst du die zahlreichen positiven Effekte spüren können.

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